Trauriger Rekord in Rheinland-Pfalz: 22 Monate tarifloser Zustand im Gastgewerbe

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

bis heute ist uns der Arbeitgeberverband des Gastgewerbes (DEHOGA) ein verbessertes Angebot für die Erhöhung der Entgelte in der Branche schuldig. Bislang bietet der DEHOGA nur für einzelne Entgeltgruppen eine angemessene Entgelterhöhung. Der DEHOGA will im Gegenzug Arbeitszeitverlängerungen von bis zu 12 Stunden pro Tag an bis zu 6 Tagen in der Woche und eine Verkürzung der Ruhezeit von 10 auf 8 Stunden. Nur unter diesen Voraussetzungen gibt es ein Angebot für angemessene Lohnsteigerungen. Das ist absolut skandalös!

Denn klar ist: Wir lassen uns nicht erpressen!
Der Gesundheitsschutz darf nicht der Deregulierung und Flexibilisierung geopfert werden. Den 12-Stunden-Arbeitstag wird es mit NGG nicht geben.

Querelen im DEHOGA Rheinland-Pfalz 
Unterdessen beschäftigt sich der DEHOGA mehr mit sich selbst, als mit den Problemen der Branche. Es läuft eine Klage gegen die quasi „lebenslange“ Bestellung des Präsidenten Haumann. Der wiederum hat alle Mühe, sein üppiges Gehalt von knapp 300.000 € zu rechtfertigen. Kritische Stimmen im Verband werden mundtot gemacht oder gleich aus dem Verband ausgeschlossen.  


Erster Haustarifvertrag abgeschlossen!

Kürzlich hat NGG mit dem Ferienparkbetreiber Landal GreenParks einen Haustarifvertrag abgeschlossen. Dort steigen die Entgelte der Beschäftigten in 2019 um 3 Prozent. Haustarifverträge sind für NGG nur die zweitbeste Lösung, aber derzeit die einzige Möglichkeit, den Beschäftigten zu ihrer verdienten Entgelterhöhung zu verhelfen.

Wir bleiben dabei:
160 € mehr in der Lohntüte und 100 € für Azubis sind fair!